Projekt „Uhu“

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Das Projekt „Uhu“

Der Uhu verzeichnet sowohl schweizweit als auch im Tessin einen starken Rückgang. In den Jahren 1987/89 wurden zwischen dem Magadino-Ebene und der Riviera etwa zehn besiedelte Standorte identifiziert. Die gleiche Zählung, die in den Jahren 2013–2016 wiederholt wurde, ergab lediglich das Vorkommen von zwei Paaren. Im Tessin ist das Vorkommen dieses Nachtgreifvogels durch den starken anthropogenen Druck entlang der Talsohlen bedroht. Eine wichtige Todesursache für diese Art sind Kollisionen mit Stromleitungen. Im Jahr 2005 wurde im Rahmen einer Studie der Universität Bern in Zusammenarbeit mit Ficedula ein junger Tessiner Uhu mit einem Satellitensender ausgestattet; im Jahr 2006 wurden zwei weitere Jungvögel markiert, die beide an den Folgen einer Kollision starben. Der Schutz der Nistfelsen ist neben der Erhaltung offener Flächen, die für die Jagd unverzichtbar sind, eine der Voraussetzungen für das Überleben dieser Art. Die Schließung verschiedener Steinbrüche, in denen Zuschlagstoffe gelagert werden, könnte das Vorkommen an einigen wichtigen Niststandorten gefährden.

Im Jahr 2023 entging einer der historischen Nistplätze der Uhus in der italienischen Schweiz dank eines entschlossenen Eingreifens von Ficedula einer großen Gefahr.
Für die neuen Werkstätten, die im derzeitigen Jagdgebiet dieses Uhu-Paares entstehen sollen, hatten das Bundesamt für Umwelt (BAFU) und das Bundesamt für Verkehr (BAV), gestützt auf ein sehr maßgebliches Gutachten, einen Biodiversitäts-Hotspot genau auf dem Außenareal der Werkstätten unter einem Gewirr von Stromleitungen vorgesehen. Bekanntlich ist neben dem Stromschlag eine der Haupttodesursachen dieses großen Nachtraubvogels die Kollision mit Stromleitungen.

Dieser Standort wäre zu einer ökologischen Falle wie aus dem Lehrbuch geworden! Unser Dank gilt dem BAV und dem BAFU, die sich gemeinsam mit Ficedula, ProNatura, dem WWF und dem Amt für Natur und Landschaft des Departements für Raumplanung überzeugen ließen. Die Uhu ist nun besser geschützt!

Foto di Ficedula
  • Progetto di conservazione
  • 20.04.2025

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