Ficedula und die Gemeinde Gambarogno setzen sich gemeinsam für den Schutz der Schwalben ein.
Die Gemeinde Gambarogno und Ficedula, ein Verein zur Erforschung und zum Schutz der Vögel der italienischen Schweiz, arbeiten im Rahmen zahlreicher Initiativen gemeinsam für den Schutz der Schwalbe: vom Anbringen von Nistkästen über Aktivitäten mit Schulen bis hin zur Sensibilisierung der Bevölkerung, unter anderem durch spezielle Informationstafeln. Ficedula hofft, dass diese Erfahrung auch in anderen Gemeinden des Kantons nachgeahmt werden kann.
Seit dem vergangenen Frühjahr setzen sich die Gemeinde Gambarogno und Ficedula für den Schutz der Schwalbe ein, einer Art, die seit jeher aufgrund ihrer Nistgewohnheiten eng mit unseren Wohnhäusern verbunden ist.
Die Gemeinde Gambarogno hat den Vorschlag des Vereins mit Begeisterung aufgenommen, und dank dieser Zusammenarbeit konnten verschiedene Initiativen umgesetzt werden. Zu Beginn des Frühlings bot eine Konferenz die Gelegenheit, die Bürger über die Bedeutung der Anwesenheit von Schwalben, aber auch von Mauerseglern und Mauerseglern sowie über einfache Maßnahmen zu informieren und zu sensibilisieren, die zu deren Erhalt beitragen können.
Parallel dazu wurden wunderschöne Informationstafeln angefertigt, die sowohl am Boden als auch an den Fassaden der Gebäude angebracht werden sollen. Diese Tafeln sollen die Aufmerksamkeit auf das Vorhandensein der Nester lenken und zum respektvollen Umgang mit ihnen aufrufen; das Nisten aller Arten ist nämlich gesetzlich geschützt.
In besonders heiklen Situationen, in denen natürliche Nistplätze begrenzt oder gefährdet sind, wurden zudem einige künstliche Nistkästen angebracht, um neue Nistmöglichkeiten zu schaffen und zur Erhaltung der in diesem Gebiet vorhandenen Kolonien beizutragen.
Es fanden auch Aktivitäten mit Schulen statt; im Rahmen von Exkursionen in der Region Gambarogno konnten viele Schüler die Nester aus nächster Nähe beobachten, die Vogelarten kennenlernen und an Zählungen teilnehmen, wodurch sie für einen Tag zu kleinen Forschern wurden.
Diese Initiativen sind Teil des Interreg-Programms „Italien–Schweiz: Grenzökosysteme“, das eine gemeinsame und nachhaltige Bewirtschaftung des ökologischen Korridors des Flusses Ticino fördert – ein Projekt, dessen Symbol die Schwalbe ist. Zu den Partnern zählen neben Ficedula auch die Stiftung, Bolle di Magadino und der Naturpark Piano di Magadino.
Es ist wichtig zu beachten, dass die Zerstörung oder Beschädigung von Schwalbennestern nach Bundesrecht verboten ist: Die Nester stehen unter Schutz, da sie zu besonders geschützten Wildtierarten gehören. Ihre Entfernung stellt einen strafbaren Verstoß dar.
Ficedula hofft, dass diese Erfahrung auch in anderen Gemeinden des Kantons wiederholt werden kann, die daran interessiert sind, den Schutz von Schwalben, aber auch von Mauerseglern und Mauerseglern zu fördern und die Bevölkerung für die Bedeutung der Artenvielfalt in Siedlungsgebieten zu sensibilisieren. Ficedula steht für die Beratung und Umsetzung ähnlicher Projekte zur Verfügung. Interessierte Gemeinden können sich unter der E-Mail-Adresse info@ficedula.ch an den Verein wenden.