
Beschreibung
Die Waldohreule ist einer der größten nachtaktiven Raubvögel und leicht an ihren markanten Ohrbüscheln und ihren durchdringenden orangefarbenen Augen zu erkennen. Das Gefieder reicht von Dunkelbraun bis Grau und weist hellere Flecken auf, die ihr helfen, sich in der Waldlandschaft zu tarnen. Die Nahrung ist sehr vielfältig und besteht hauptsächlich aus Säugetieren und Vögeln. Die Rufe sind kräftig und während der Brutzeit auch aus großer Entfernung zu hören. Er nistet an Felswänden. Königseulen sind monogam, und Paare können ein Leben lang zusammenbleiben.
Situation in der italienischen Schweiz
Der Uhu verzeichnet sowohl schweizweit als auch im Tessin einen starken Rückgang. In den Jahren 1987/89 wurden zwischen dem Magadino-Flachland und der Riviera etwa zehn besiedelte Standorte identifiziert. Bei derselben Zählung, die in den Jahren 2013–2016 wiederholt wurde, wurden lediglich zwei Paare festgestellt. Im Tessin ist das Vorkommen dieses Nachtraubvogels durch den starken anthropogenen Druck entlang der Talsohlen bedroht. Eine wichtige Todesursache für diese Art sind Kollisionen mit Stromleitungen. Im Jahr 2005 wurde im Rahmen einer Studie der Universität Bern in Zusammenarbeit mit Ficedula ein junger Tessiner Uhu mit einem Satellitensender ausgestattet; im Jahr 2006 wurden zwei weitere Jungvögel markiert, die beide an den Folgen einer Kollision starben. Der Schutz der Nistfelsen ist neben der Erhaltung offener Flächen, die für die Jagd unverzichtbar sind, eine der Voraussetzungen für das Überleben dieser Art.
Ficedula hat an der Ausarbeitung des Aktionsplans für den Uhu des Amtes für Natur und Landschaft des Kantons Tessin mitgewirkt.
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