Forschungsprojekt
Das Projekt „Weißschneehuhn“

Ficedula initiiert ein Forschungsprojekt zum Schneehuhn, um die Voraussetzungen für dessen besseren Schutz zu schaffen.
Bekanntlich hat der Grosse Rat des Kantons Tessin im Februar 2021 das Schneehuhn von der Liste der im Tessin jagdbaren Arten gestrichen.
Auch nach Einstellung der Jagd bleiben die Probleme bestehen, insbesondere für die Populationen am Rande des kantonalen Verbreitungsgebiets, wo die Auswirkungen der globalen Erwärmung am deutlichsten zu spüren sind.
Ficedula setzt sich für ein Forschungsprojekt zu dieser Art ein, um die Voraussetzungen für einen besseren Artenschutz zu schaffen und gleichzeitig neue Wege zu beschreiten, wobei versucht wird, den Geist der Zusammenarbeit zwischen Ficedula und der Jagdgemeinschaft wiederherzustellen, der sich während der Ausarbeitung des kantonalen Jagdgesetzes von 1990 entwickelt hatte. Dieser Geist wurde durch die Lancierung einer Initiative zur Abschaffung der Niederwildjagd in den Jahren 1990–1991 jäh unterbrochen.
Ficedula war der Forschung seiner Zeit voraus und hat einige bahnbrechende Experimente auf dem Gebiet der Umweltgenetik bei Vögeln durchgeführt. Auch beim Schneehuhn soll dieser Weg weiterverfolgt werden.
Die Gelegenheit ergab sich im Rahmen eines Gesprächs mit Francesco Foletti, Biologe und Inhaber eines Umweltberatungsbüros in Freiburg, der auf internationaler Ebene bereits Erfahrungen auf diesem Gebiet im Zusammenhang mit den Raufußhühnern gesammelt hat.
Ficedula fördert diese Grundlagenforschung, die den ersten entscheidenden Schritt darstellt, um weitere konkrete Maßnahmen zum Artenschutz zu ergreifen.
Wir suchen ausgestopfte Exemplare des Schneehuhns, die im Tessin erlegt wurden. Außerdem sind wir an Federn des Schneehuhns und/oder Kot interessiert, die Sie bei Ihren Bergwanderungen finden .
Wenn Sie mit uns zusammenarbeiten möchten, senden Sie bitte eine E-Mail an info@ficedula.ch, und wir werden Ihnen alle erforderlichen Informationen zukommen lassen.